Kriminelle haben es auf GMX-E-Mail-Konten und die darin gespeicherten Adressbücher abgesehen. Die gehackten Konten werden dann verwendet, um Spam vor allem an die Kontakte des Opfers zu versenden. In den Nachrichten wird für Präparate zur Förderung der Fettverbrennung geworben. Die enthaltenen Links sollten zu Webseiten führen, die Schadsoftware
verbreiten.
GMX-Nutzer bemerken die Angriffe, nachdem sie sich bei ihrem Konto angemeldet haben. GMX zeigt dann die Anzahl der fehlgeschlagenen Login-Versuche an. Bei einigen Anwendern sind das mehrere Hundert. Eigentlich sollte das gar nicht möglich sein. Denn Anbieter wie GMX beobachten den Netzverkehr und sperren automatisch IP-Adressen, von denen in einem bestimmten Zeitraum zu viele Anmeldungen erfolgen. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass die Angreifer über ein Botnetz verfügen und die Attacken ständig von unterschiedlichen IP-Adressen aus versuchen (distributed brute-forcing). Die Kriminellen besitzen wahrscheinlich Listen mit E-Mail-Adressen, die sie sich bei Angriffen auf Online-Shops oder anderen Internet-Diensten verschafft haben.