Falsche Spannung und Spionage 10.02.2017, 10:03 Uhr

Öffentliche USB-Ladestecker bergen Risiken

Es gibt sie an immer mehr Orten: USB-Anschlüsse zum Laden von Smartphones und anderen Elektronikgeräten. Doch so praktisch das auf den ersten Blick erscheint - sein Smartphone sorglos anzuschliessen, kann eine richtig schlechte Idee sein.
(Quelle: Shutterstock.com/Fotosr52)
Es gibt sie in Fernzügen, Linienbussen, Cafés oder an Flughäfen. Öffentlich zugängliche USB-Stecker sollen leeren Smartphone-Akkus neue Energie spenden. Doch die Nutzung ist nicht ohne Risiken.
Defekte oder manipulierte USB-Stecker können für bleibende Schäden am Handy sorgen, sagt etwa Christof Windeck, Hardwareexperte bei den Kollegen der c't. Zum Beispiel, wenn sie nicht die richtige Spannung liefern, warnt Windeck. Zu hohe Spannung kann nämlich zu Schäden am Gerät führen. Sind auch normale 230-Volt-Steckdosen verfügbar, hat er einen anderen Tipp für volle Akkuladung: "Schlauer ist es, ein eigenes Ladegerät zu benutzen." Dann sei nämlich sichergestellt, dass auch die korrekte Spannung anliegt.
Bei neueren Android-Smartphones können Nutzer auswählen, ob durch den USB-Anschluss des Gerätes nur Strom oder auch Daten fliessen sollen.
(Quelle: Franziska Gabbert)
Gefahr droht auch von anderer Seite: Über manipulierte USB-Anschlüsse könnten verbundene Telefone mit Schadsoftware infiziert werden. "Dafür gibt es noch wenige Beispiele", sagt Windeck, doch die Gefahr sei real. Ältere Telefone seien hier stärker gefährdet als Modelle mit aktueller Software.




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