Vorläufige Zahlen 2014
12.02.2015, 18:20 Uhr

Zalando schafft gruppenweiten Break-Even

Mit seinen Geschäftszahlen für das Jahr 2014 belegt Zalando: Das Unternehmen kann auch profitabel wachsen. Allerdings wird es so nicht unbedingt weitergehen.
Zalando schreibt erstmals auf Gruppenebene schwarze Zahlen
(Quelle: Zalando)
Zalando hat es geschafft: Im Geschäftsjahr 2014 - und damit sechs Jahre nach der Gründung - erwirtschaftet der Berliner Modeversender nicht nur Umsätze in Höhe von 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,8 Milliarden Euro), sondern zum ersten Mal auch einen konzernweiten Gewinn auf EBIT-Basis von 82 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend von minus 6,2 Prozent im Vorjahr auf jetzt 3,7 Prozent.
Damit strafen die Berliner all diejenigen Lügen, die bislang offen oder hinter vorgehaltener Hand lästerten, dass sich Zalando sein Wachstum teuer erkaufe. "Unser Ergebnis für 2014 unterstreicht, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig ist und signifikante Margen erzielen kann", so Zalando-Vorstand Rubin Ritter. Allerdings könnte es mit der Profitabilität auch schnell wieder vorbei sein: "In den nächsten Jahren werden wir uns auf die für unser langfristiges Wachstum wichtigen Investitionen und nicht auf die kurzfristige Maximierung unserer Marge fokussieren", gibt Ritter bekannt. Das starke Margenniveau von 2014 werde im Geschäftsjahr 2015 "voraussichtlich nicht" übertroffen.
Besonders gut entwickelte sich für Zalando das vierte Quartal 2014. Die Umsätze stiegen um 21 Prozent auf 666 Millionen Euro (Vorjahr: 550 Millionen Euro). Der Gewinn lag bei 66 Millionen Euro, die EBIT-Marge verbesserte sich von 2,4 auf 9,9 Prozent. Die Entwicklung sei im Wesentlichen auf Verbesserungen mehrerer Kostenpositionen zurückzuführen, insbesondere Umsatzkosten und Marketing, heisst es zur Erklärung.
In diesem Jahr will Zalando umsatzseitig erneut um 20 bis 25 Prozent zulegen. Die Umsätze lägen entsprechend zwischen 2,6 und 2,75 Milliarden Euro.
Zalando kann auch profitabel wachsen
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