Backup-Strategie 18.12.2014, 23:12 Uhr

Daten sichern nach dem 3-2-1-Prinzip

Wer seine Backups strategisch plant, vermeidet Datenverluste.  Die 3-2-1-Backup-Formel – drei Kopien, zwei Speichermedien, eine Offsite-Kopie – liefert die Grundlage dazu.
(Quelle: Foto: Fotolia / z_amir)
Als PC-Administrator oder IT-Verantwortlicher eines Unternehmens müssen Sie sich Gedanken über die Sicherung und die Verfügbarkeit der Daten machen. Fällt eine Speicherkomponente aus, sollten sich die darauf gespeicherten Daten über eine Backup-Lösung möglichst rasch wiederherstellen lassen. Wenn es an die konkrete Umsetzung der Backup-Strategie geht, ist die 3-2-1-Backup-Formel äusserst hilfreich – drei Kopien, zwei Speichermedien, eine Offsite-Kopie.

Backup-Strategie entwickeln


Am Anfang stehen jedoch einige grundsätzliche Überlegungen. Wie zeitnah ein Backup-System arbeiten muss, hängt zum Beispiel von den Anforderungen des Unternehmens ab – und auch davon, welche Komponente von einer Panne betroffen ist. Ist etwa die Festplatte eines Notebook-Clients beschädigt, betrifft dieser Schaden zunächst nur den einen Mitarbeiter. Die Arbeitsleistung des Mitarbeiters ist bis zum Wechsel des Speicherlaufwerks im Notebook und dem Aufspielen des gesicherten Images vom Backup-Server eingeschränkt. Erfolgt die Sicherung der Daten auf dem Notebook nicht kontinuierlich, können durch den Festplattendefekt eventuell auch zuletzt erstellte oder veränderte Dokumente betroffen sein.
Eine kluge Backup-Strategie wird auch deswegen immer wichtiger, weil in einem Unternehmen immer mehr Daten anfallen. Für kleine und mittelere Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, die wirklich geschäftskritischen Daten zu identifizieren und diese dann intuitiv auffindbar zu speichern und zu archivieren.“
Experten empfehlen Unternehmen deshalb, eine Speicherstrategie zu entwickeln, die der Devise folgt: weniger ist mehr. Nur mit den richtigen Daten profitieren Unternehmen von ihrer Backup-Strategie. Ein weiterer Aspektist die Datenhoheit. Viele mittelständische Unternehmen möchten die Gewissheit haben, dass ihre Daten nicht in die Hände von Dritten gelangen. Private Cloud-Speicher-Lösungen liegen daher stark im Trend.
Wesentlich für eine Backup-Strategie sind die möglichen Ursachen, die im eigenen Betrieb zu einem Datenverlust führen können. Sie reichen von Hardware-Schäden bis zu Mitarbeitern, die Daten versehentlich oder sogar mutwillig löschen.
Und da jedes Unternehmen heute mehrere Schnittstellen ins Internet hat, drohen auch von dieser Seite Gefahren für die Daten. Sie fangen bei Hacker-Angriffen und infizierten E-Mail-Anhängen an und reichen bis zu Webseiten mit gefährlichem Content.
Ein 100-prozentiger Schutz ist nicht möglich, die meisten Risiken lassen sich allerdings durch entsprechende Backup-Strategien minimieren. Welche Risiken als besonders problematisch eingestuft werden, hängt dabei entscheidend vom jeweiligen Unternehmen ab. Hier spielen ganz unterschiedliche Fragestellungen eine Rolle: Wo liegen die primären Daten? Wie ist der Zugriff darauf geregelt? Wie lange dürfen primäre Daten nicht verfügbar sein, um einen Restore durchführen zu können?
Nicht zuletzt hängt eine Backup-Strategie immer auch von dem Budget ab, das den IT-Verantwortlichen dafür zur Verfügung steht. Hier gilt es, einen guten Kompromiss zwischen Risikoabwägung und Mitteln zu finden.
Erlauben es die finanziellen Möglichkeiten nicht, eine eigentlich erforderliche Backup-Strategie umzusetzen, sollte man die Geschäftsleitung ausdrücklich darauf hinweisen, welchen Gefahren durch das eingeschränkte Budget nicht so begegnet werden kann, wie es eigentlich nötig wäre.




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